Das Bild zeigt ein großes Solarfeld mit mehreren Reihen von Solarpaneelen, die nach oben geneigt sind. Der Himmel dahinter ist teilweise bewölkt und es sind im Hintergrund einige Bäume zu sehen.

Unleashing Sector-coupling Flexibility by means of an Energy Data Space

Energiewende

Vergangenheit (zentral): Strom kam überwiegend aus großen Kraftwerken (z. B. Kohle- oder Atomkraftwerken), die an wenigen Standorten standen. Der Strom floss in eine Richtung – vom Kraftwerk zum Verbraucher.

Zukunft (dezentral): Immer mehr Strom kommt aus vielen, oft kleinen Anlagen, z. B. Photovoltaik auf Hausdächern, Windkraftanlagen in Gemeinden oder Biogasanlagen von Landwirten. Haushalte werden zu „Prosumern“ (Produzenten + Konsumenten).

Chancen & Risiken

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien stammen aus Quellen, die sich laufend erneuern – wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Sie erzeugen Strom und Wärme klimafreundlich und unabhängig von fossilen Brennstoffen und sind somit ein zentraler Baustein für Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Beispiele sind Solar-, Wind- und Wasserkraft.

Flexibilitäten & Batteriespeicher

Batteriespeicher nehmen überschüssigen Strom – etwa aus Sonne oder Wind – auf oder geben diesen ab, wenn er benötigt wird. Batteriespeicher – so wie auch die Anpassung des Verbrauchs – schaffen damit Flexibilitäten. Diese Flexibilitäten können zur Netzstabilität und Entlastung der Netze beitragen – eine wichtige Eigenschaft für das Gelingen der Energiewende.

Energiegemeinschaften

In Energiegemeinschaften schließen sich Bürgerinnen, Unternehmen und/oder Gemeinden zusammen, um gemeinsam Energie zu erzeugen und nach Ihren eigenen Regeln zu nutzen oder zu teilen. So kann jede:r aktiv an der Energiewende teilnehmen.

Netzstabilität & Netzengpass

Damit die Stromversorgung jederzeit gegeben ist, darf das Netz nicht überlastet sein. Wenn zu viel Erzeugung in das Netz eingespeist wird, kann das zu gefährlich hohen Belastungen führen – das Netz ist dann am Limit. Um das zu verhindern, muss das Netz verstärkt oder ausgebaut werden. Eine andere Möglichkeit stellt die intelligente Nutzung von Flexibilitäten dar, die dazu führt, dass Erzeugung lokal aus dem Netz entnommen wird und damit das Netz entlastet.

Digitalisierung

Smart Home – Smart Grid

Digitale Technologien verbinden Erzeuger, Speicher und Verbraucher in Echtzeit. Im Smart Home wird der Energieverbrauch automatisch optimiert – etwa, wenn Geräte dann laufen, wenn Strom günstig ist oder Erzeugung aus der eigenen PV-Anlage zur Verfügung steht. Im Smart Grid tauschen das Netz sowie Anlagen und Systeme Daten aus, um Energieflüsse effizient und vorausschauend zu steuern. Digitalisierung ist damit der Schlüssel für das Energiesystem der Zukunft.

Prosumer

Ein Prosumer ist gleichzeitig Produzent und Konsument von Energie – zum Beispiel jemand mit einer Photovoltaik-Anlage am Dach. Der selbst erzeugte Strom wird direkt verbraucht oder gespeichert – ist man Mitglied in einer Energiegemeinschaft kann der Strom auch geteilt werden. So wird aus passivem Stromverbrauch ein aktiver Teilnehmer im Stromsystem – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit.

Datensouveränität

Datensouveränität bedeutet, dass jede Person oder Organisation selbst bestimmt, wer auf ihre Daten zugreifen darf, wofür sie genutzt werden und unter welchen Bedingungen. Sie ist die Grundlage für Vertrauen, Transparenz und einen fairen Datenaustausch – besonders wichtig in einer digital vernetzten Energiezukunft.

Entwickelte Lösungen im Projekt USEFLEDS

ESG-Resporting

Vereinfacht die Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen. Transparente Daten zeigen, wie die Energiewende praktisch wirkt.

Energy Flow Prediction

Prognosen für Stromerzeugung- und verbrauch, um Netze planbarer und stabiler zu machen.

Flexibilitätsempfehlungen für Energiegemeinschaften

Optimiert den Einsatz von Flexibilitäten in Energiegemeinschaften; das erhöht Effizienz und senkt Kosten.

Flexibility Gateway

Ermöglicht die Steuerung flexibler Stromanlagen unter Kontrolle der Netzbetreiber und sorgt so für Netzstabilität und wirtschaftliche Nutzung.

Evaluation of Grid Support

Bewertet, ob Speicher wirklich zur Netzstabilität beitragen und welchen wirtschaftlichen Wert ihre Flexibilität hat.

P2P Electricity Trading

Macht regionalen Stromhandel einfach und attraktiv – Prosumer verdienen mehr, Verbraucher bekommen günstigen Grünstrom.

Die Basis für diese Lösungen: DATEN

Alle im Projekt USEFLEDS entwickelten Lösungen haben eines gemeinsam: Sie brauchen Daten – Nutzungsdaten, Erzeugungsdaten, Flexibilitätsdaten, Smart-Meter-Daten …
Heute liegen diese Daten oft verteilt bei Netzbetreibern, Energieunternehmen, Aggregatoren und Endkund*innen – in unterschiedlichen Formaten und Systemen. Das macht den Austausch aufwendig, langsam und teuer. Die Umsetzung eines Datenökosystems in Form des Data Intermediaries ist das Herzstück des Projekts USEFLEDS. In diesem digitalen Datenraum werden Energiedaten standardisiert, sicher und datenschutzkonform ausgetauscht. So können alle USEFLEDS-Lösungen – von Prognosen bis P2P-Handel – reibungslos umgesetzt werden.

Der Data Intermediary schafft einen sicheren und neutralen Raum für effizienten Austausch von Energiedaten. Er bietet Infrastruktur, Regeln und Sicherheitsstandards und dient als Grundlage für Innovation und Nachhaltigkeit.

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