Flexibility Management
Koordinierter Einsatz von Flexibilität über
Aggregatoren und Netzwerktreiber
Worum geht’s?
In der Energiewende entsteht eine wachsende Zahl dezentraler und flexibler Anlagen wie Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Wärmepumpen. Wenn viele dieser Anlagen gleichzeitig aktiv sind – etwa PV-Anlagen einspeisen und Speicher laden – kann dies zu einer erheblichen Belastung des Stromnetzes führen. Daher ist eine intelligente Koordination zwischen Netzbetreiber und Flexibilitätsmarkt entscheidend, um Netzengpässe zu vermeiden und die Stabilität des Energiesystems zu sichern.
Mit einem Flexibility Management werden flexible Anlagen wie Batterien, Wärmepumpen oder steuerbare Anlagen wie smarte Haushaltsgeräte und Ladeinfrastruktur gebündelt und am Markt nutzbar gemacht. Gleichzeitig behalten Netzbetreiber die Übersicht: Sie können Abrufe genehmigen, anpassen oder ablehnen, sodass das Stromnetz stabil bleibt und Engpässe im Stromnetz vermieden werden. So profitieren alle: Besitzer und Besitzerinnen von flexiblen Anlagen erhalten eine Vergütung, Aggregatoren bieten unterschiedliche Engergiedienstleistungen an und organisieren den Marktzugang, und Netzbetreiber sichern die Netzstabilität.
Welche Daten werden vernetzt?
Damit Flexibilitäten gezielt aktiviert und gesteuert werden können, sowie die Netzstabilität gewährleistet werden kann, sind folgende Daten notwendig:
Daten der flexiblen Anlagen: Diese umfassen Informationen über die flexiblen Geräte, wie Gerätetyp, Standort und Identifikationsnummer, sowie Echtzeitdaten über die aktuell verfügbaren Flexibilitäten, also wie viel Energie gerade eingespeist oder verbraucht werden kann
Daten der Hersteller-Cloud: Diese beinhalten technische Informationen über die Flexibilitätskomponenten, wie Lastprofile (Verbrauchsmuster) und Statusberichte (aktueller Betriebszustand), sowie Rückmeldungen darüber, ob Schaltbefehle erfolgreich ausgeführt wurden
Daten des Aggregators: Diese umfassen Anfragen für Dienstleistungen und Schaltbefehle, um die Flexibilitätskomponenten zu steuern, Anfragen für Zeiten, in denen bestimmte Flexibilitäten blockiert sind und nicht genutzt werden können, sowie Identifikations- und Vertragsinformationen, die während des Registrierungsprozesses ausgetauscht werden
Daten des Netzbetreibers: Diese beinhalten technische Spezifikationen, wie die Daten strukturiert sein müssen und welche Schaltlogik angewendet wird, sowie Informationen über geplante Zeiten, in denen das Netz eingeschränkt ist, und die verfügbare Netzkapazität
Wie funktioniert’s?
Registrierung & Freigabe: Alle Teilnehmer melden sich am Flexibility Gateway an und definieren Zugriffsrechte.
Schaltbefehle: Der Aggregator sendet über das Flexibility Management (gehosted vom Netzbetreiber) Befehle zur Nutzung von Flexibilitäten (z. B. Batterie entladen).
Prüfung: Die Befehle werden nur frei gegeben, wenn der Netzbetreiber zustimmt. Bei Engpässen kann er anpassen oder ablehnen.
Warum ist das wichtig?
Netzstabilität: Der Netzbetreiber sieht in Echtzeit, welche Flexibilitäten verfügbar sind, und kann Engpässe aktiv vermeiden.
Effizienz: Strom wird genau dort genutzt oder gespeichert, wo er im Moment am meisten bringt.
Faire Marktintegration: Besitzer und Besitzerinnen von flexiblen Anlagen können ihre Anlagen am Energiemarkt beteiligen und dafür bezahlt werden – automatisiert und sicher.
Nachhaltigkeit: Durch die bessere Abstimmung von Erzeugung, Verbrauch und Speicherung wird mehr erneuerbare Energie direkt im Netz genutzt.
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Lesen Sie hier die Meinung unserer Personas zu den Flexibilitätsempfehlungen für Energiegemeinschaften
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